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Frühkindliche Karies ECC – Tipps zur Vermeidung 2017-07-06T14:57:27+00:00
Frühkindliche Karies ECC vermeiden - Hinweise

Frühkindliche Karies ECC

Ein Beitrag von Dr. Inés Heinrich und Charlotte Raabe.

Betroffen von Frühkindlicher Karies (ECC) ist in etwa jedes 10. Kind* im Alter von 0-3 Jahren. Damit liegt die Häufigkeit der Milchzahnkaries bei 10-15%, regional bis 40%.
ECC Early Childhood Caries, frühe Milchzahnkaries; Krankheitsbezeichnung ohne genauere Definition im Milchgebiss.
Unsere Praxis ist unter anderem spezialisiert auf die atraumatische Behandlung von Kindern mit ECC in Narkose.
*lt. Pressemitteilung von KZBV und BZÄK vom 02.06.2016

Elterntipps zur Vermeidung und Vorsorge

Viele Akteure im Gesundheitswesen, Hebammen, Kinderärzte, Zahnärzte nehmen sich dieses Themas an und entwickeln ein neues Konzept für verbesserte gesetzliche Rahmenbedingungen und geben Tipps zur Vermeidung.

Wir fassen die gemeinsam formulierten Tipps zu einer Checkliste zusammen.
Den Link auf die vollständige Liste finden Sie am Ende.

 

Regeln zur Prävention Frühkindlicher Karies (Kurzfassung):

  • Zahnpflege

    Ab dem ersten Milchzahn sollten Eltern morgens und abends putzen.

    In den ersten zwei Lebensjahren einmal täglich mit etwas flouridhaltiger Kinderzahnpasta putzen.

    Ab dem Alter von zwei Jahren zweimal täglich eine erbsengroße Menge fluoridhaltiger Kinderzahnpasta verwenden. Das Kind sollte an eine selbstständige Zahnpflege herangeführt werden. Die Eltern helfen und bleiben verantwortlich für die Zahnpflege bis etwa zum 6. Lebensjahr!

  • Nuckelflaschen

    Auf Nuckelflaschen möglichst ganz verzichten (beim gestillten Kind), Verzicht sonst so bald wie möchlich.

    Nuckelflasche zum Essen und Trinken  – nicht zum Nuckeln. Möglichst Glasflaschen verwenden und diese dem Kind jedoch nicht zum Eigengebrauch überlassen.

    Nach dem abendlichen Zähneputzen nur noch stilles Wasser trinken.

  • Ernährung

    Sobald das Kind frei sitzen kann, sollte es aus dem offenen Becher trinken.

    Babys und Kleinkinder sollten Wasser oder ungesüßte Kräutertees trinken.

    Abwechslungsreiche, ausgewogene und kauaktive Ernährung:
    Rohes Gemüse, Obst und Vollkornprodukte zwischen den Hauptmahlzeiten sollte in kindgerechter Form angeboten werden.

    Süßigkeiten oder auch salzige Snacks ebenso wie süße und kohlensäurehaltige Getränke als seltene Ausnahme.

  • Schnuller und Daumen

    Soweit möglich auf Nuckel verzichten.

    Dennoch ist ein Schnuller besser als Daumenlutschen. Daumenlutschende Babys und Kleinkinder möglichst früh auf den Schnuller umgewöhnen, um Zungenfehlfunktionen und Zahnfehlstellungen vorzubeugen.

    Das Nuckeln am Schnuller sollte ab dem zweiten Geburtstag beendet sein.

  • Zahnarztbesuch

    Der erste Besuch beim Zahnarzt in den ersten zwölf Monaten.
    Danach zweimal jährlich zur zahnärztliche Kontrolle.

Stand: Juni 2016 – nach Veröffentlichung neuester gemeinsamer Empfehlungen des Deutschen Hebammen-Verbandes und der deutschen Zahnärzte.

Der gesamte Ratgeber kann hier heruntergeladen werden: Ratgeber für Eltern
Herausgeber: Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Deutscher Hebammenverband e. V. (DHV), Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV)